
Christophe Funk
Manager im Bereich Wirtschaftsprüfung mit Fokus auf ESG und IT
bei RSM Ebner Stolz Deutschland
Ich bin Christophe. Seit über sechs Jahren dreht sich mein Berufsleben um eine Frage: Wie wirtschaften Unternehmen nachhaltig, und wie zeigen sie das glaubwürdig?
Angefangen habe ich in der Beratung zur nachhaltigen Unternehmenstransformation. Danach war ich CSR-Manager in einem Unternehmen und bin schließlich in die Wirtschaftsprüfung gegangen. Heute prüfe ich Nachhaltigkeitsinformationen und IT-Systeme. Denn gute ESG-Daten brauchen verlässliche Systeme dahinter.
Parallel schreibe ich. Als Autor bei Springer und als wissenschaftlicher Reviewer verbinde ich Praxis und Forschung.
Nachhaltigkeit wird einfacher – und bleibt ein Gewinn
Mit dem EU Green Deal hat Europa ein klares Ziel: bis 2050 klimaneutral zu werden. Zwei Bausteine prägen dabei die Unternehmenswelt besonders: die CSRD und die EU-Taxonomie.
Die CSRD sorgt für vergleichbare und verlässliche Nachhaltigkeitsinformationen. Mit dem Omnibus-Paket hat die EU sie 2026 deutlich vereinfacht. Die Berichtspflicht konzentriert sich nun auf große Unternehmen. Die europäischen Standards (ESRS) werden schlanker und praxisnäher.
Für den Mittelstand heißt das: mehr Freiraum. Mit dem freiwilligen VSME-Standard gibt es einen schlanken Weg, Nachhaltigkeit transparent zu machen. Passend zur eigenen Größe.
Die EU-Taxonomie schafft eine gemeinsame Sprache dafür, was ökologisch nachhaltig ist. Sie orientiert sich an sechs Umweltzielen, etwa Klimaschutz und Biodiversität. So erkennen Investoren und Banken auf einen Blick, wo nachhaltige Aktivitäten stecken.
Und genau hier liegt die Chance: Banken, Kunden und Geschäftspartner fragen zunehmend nach ESG-Daten. Wer seine Nachhaltigkeit gut belegen kann, verschafft sich Vorteile. Bei der Finanzierung, im Vertrieb und als Arbeitgeber.